Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Schleuse Erlangen - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Arbeiten an der Schleusenkammer während der Schleusensperre im Frühjahr 2017

Vernadelung Vernadelung der Schleusenkammer

Die diesjährige Schleusensperre vom 16. März bis zum 06. April 2017 nutzte das Wasserstraßenneubauamt Aschaffenburg (WNA) für anstehende Arbeiten an der Schleusenkammer der Schleuse Erlangen. Dabei ging es um die Erhaltung der Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit der alten Schleuse in den nächsten Jahren.

Verstärkt wurde die östliche Kammerwand der Schleuse: 39 Stahlstäbe (Schubnadeln) wurden als Verstärkungselemente in die Wand eingebaut. Dazu wurden 39 rd. 100 mm dicke Löcher schräg nach unten 4,65 Meter in den Beton gebohrt. Anschließend wurden die Schubnadeln eingesetzt und mithilfe von speziellem Vergussmörtel eingeklebt.

Ähnliche Arbeiten gab es in den vorangegangenen Jahren auch an der ebenfalls neu zu bauenden Schleuse Kriegenbrunn. Anders als dort wurden die Arbeiten an der Schleuse Erlangen aber bei gefluteter Kammer von Schwimmpontons aus durchgeführt und nicht wie in Kriegenbrunn bei trockengelegter Schleuse. Grund: Die Arbeiten in Erlangen konnten oberhalb des unteren Wasserstands der Schleuse durchgeführt werden, die Bohrungen lagen ca. 50 cm über dem Wasser.

Der Verzicht auf die Trockenlegung zahlt sich aus: Er spart Aufwand und Kosten. So müssen bei einer Trockenlegung Absperrwände oberhalb und unterhalb der Schleuse in den Kanal gestellt werden, das gesamte Wasser muss aus der Schleuse herausgepumpt werden und alle Teile der Schleuse müssen gereinigt werden.

Mit 39 Schubnadeln ausgerüstet und verstärkt, kann die Kammerwand nun den täglichen Beanspruchungen durch den Schleusenbetrieb bis zur Fertigstellung der neuen Schleuse sicher standhalten. Eine dringend notwendige Maßnahme, denn die neue Schleuse Erlangen wird voraussichtlich erst 2024 fertiggestellt und der Zustand der alten Schleuse erlaubte keinen Betrieb für einen so langen Zeitraum.

Die Schleusen des Main-Donau-Kanals werden alljährlich im Frühjahr gesperrt. Dann nämlich führt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg umfangreiche Wartungs-, Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten durch, um die Schleusen und Kanalbrücken des Main-Donau-Kanals in einem betriebssicheren und leistungsfähigen Zustand zu erhalten.