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Schleuse Erlangen - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Grund- und Trinkwasserschutz

Grund- und Trinkwasserschutz hat im Bereich der Schleuse Erlangen eine ganz besondere Priorität. Denn die Schleuse liegt innerhalb des Wasserschutzgebiets Erlangen-Möhrendorf-Bubenreuth. Mehrere Brunnen in Schleusennähe dienen der Wasserversorgung - insbesondere der Stadt Erlangen.

Beim Neubau der Schleuse muss eine sehr große und tiefe Baugrube ausgehoben werden. Damit darin im Trockenen gearbeitet werden kann, muss das anstehende Grundwasser in der Baugrube abgepumpt werden. Dies führt zu einer Änderung der Grundwasserstände in den anliegenden Bereichen. Auch könnten unbeabsichtigt Schadstoffe bei den Baumaßnahmen ins Grundwasser dringen.


Frühwarnsystem und Abwehrmaßnahmen

Um die Qualität des Grund- und Trinkwassers während des Baus der neuen Schleuse sicherzustellen, wurden im Frühjahr 2017 neue Grundwassermessstellen sowie Schutzbrunnen im Bereich der Schleuse Erlangen eingerichtet.

Die 26 zusätzlichen neuen Grundwassermessstellen reagieren feinfühlig auf jede Veränderung der Wasserstände. Auch lassen sich über Probeentnahmen potenzielle Schadstoffe im Grundwasser schnell nachweisen. So können Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

Die 14 Schutzbrunnen, sog. Abwehrbrunnen, sollen potenzielle Schadstoffe aus dem Grundwasser der Baustelle direkt abfangen, um so zu verhindern, dass sie in die Trinkwasserbrunnen gelangen.


Auf den Notfall vorbereitet sein

Um die Leistungsfähigkeit dieses Systems und die Schutzwirkung der "Abwehrbrunnen" zu testen, wird in der Zeit vom 10. bis 31. Oktober ein Großpumpversuch mit verschiedenen Entnahmeszenarien durchgeführt. Dabei werden verschiedene Brunnengruppen alleine oder im Verbund an- und abgeschaltet. Die Entnahmemenge beträgt maximal 37,5 m3 pro Stunde, also ungefähr 900 m3 pro Tag. Insgesamt werden in den drei Wochen ca. 15.000 m3 Wasser gefördert und über ein provisorisches Leitungssystem in den Kanal abgeleitet. Hierbei werden auch Erkenntnisse zur Optimierung für den späteren Schleusenneubau gewonnen.

Schutzbrunnen zur Qualitätssicherung des Grund- und Trinkwassers Absetzcontainer zum Absetzen von Schwebstoffen aus dem Wasser

Während des Pumpversuchs kann es für Anlieger, Spaziergänger und Radfahrer auf dem Büchenbacher Weg in der Nähe der Schleuse zu Behinderungen kommen.

Anfang 2019 soll dann die Auswertung des Pumpversuches vorliegen.


Trinkwasserschutz in der Bauphase

Während der Bauzeit werden an der Schleuse Erlangen weitere Sicherungsmaßnahmen getroffen. Dazu gehören:

Grund- und Trinkwasserschutz hat Vorrang beim Neubau der Schleuse Erlangen, die Erlanger Stadtwerke und das WNA arbeiten dabei eng zusammen.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Sigrid Kowol-Wagner von den Erlanger Stadtwerken.

Hier geht's zum Interview mit der Projektleiterin für den Neubau der Schleuse Erlangen, Dipl.-Ing. Natascha Engels, zum Trinkwasserschutz