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Schleuse Erlangen - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Grund- und Trinkwasserschutz: Vorbereitende Maßnahmen

Um die Qualität des Grund- und Trinkwassers während des Baus der neuen Schleuse sicherzustellen, wurden im Frühjahr 2017 neue Grundwassermessstellen sowie Schutzbrunnen im Bereich der Schleuse Erlangen eingerichtet.

Hintergrund: Beim Neubau der Schleuse muss eine sehr große und tiefe Baugrube ausgehoben werden. Damit darin im Trockenen gearbeitet werden kann, muss das anstehende Grundwasser in der Baugrube abgepumpt werden. Dies führt zu einer Änderung der Grundwasserstände in den anliegenden Bereichen. Weiter können Schadstoffe aus den Baumaßnahmen ins Grundwasser dringen und die Qualität verändern.

Um später jede Veränderung im Grundwasser beim Bau der neuen Schleuse engmaschig feststellen und verorten zu können, wurde das Grundwassermessstellennetz verdichtet. Dazu wurden 26 neue Grundwassermessstellen errichtet. Die Beobachtung der Grundwasserstände erfolgt im monatlichen Turnus.

Bohrarbeiten für Grundwassermessstellen

Aktuell: Zusätzlich zu den Grundwasserständen werden Untersuchungen zur chemischen Grundwasserbeschaffenheit durchgeführt.

Über Probeentnahmen lassen sich potenzielle Schadstoffe im Grundwasser schnell nachweisen. So können Abweichungen frühzeitig erkannt, Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

Grund- und Trinkwasserschutz hat im Bereich der Schleuse Erlangen eine ganz besondere Priorität. Denn die Schleuse liegt innerhalb des Wasserschutzgebiets Erlangen-Möhrendorf-Bubenreuth. Mehrere Brunnen in Schleusennähe dienen der Wasserversorgung - insbesondere der Stadt Erlangen. Um die Trinkwasserqualität während des Baus der neuen Schleuse sicherzustellen, werden 14 Schutzbrunnen, sog. Abwehrbrunnen, installiert. Ihre Aufgabe ist es, potenzielle Schadstoffe aus dem Grundwasser der Baustelle direkt abzufangen und so zu verhindern, dass sie in die Trinkwasserbrunnen gelangen.

Grund- und Trinkwasserschutz hat Vorrang beim Neubau der Schleuse Erlangen, die Erlanger Stadtwerke und das WNA arbeiten dabei eng zusammen.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Sigrid Kowol-Wagner von den Erlanger Stadtwerken.


Während der Bauzeit werden an der Schleuse Erlangen weitere Sicherungsmaßnahmen getroffen. Dazu gehören:

Zum Interview mit der Projektleiterin für den Neubau der Schleuse Erlangen, Dipl.-Ing. Natascha Engels, zum Trinkwasserschutz