Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Schleuse Erlangen - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Von der Nebensache zur Planungsgrundlage: das Thema Umweltverträglichkeit

Umwelt im Planungsraum Fokus: Umwelt im Planungsraum

Ökologische Belange spielen heute bei der Planung von großen Projekten an den Bundeswasserstraßen eine erheblich größere Rolle als noch vor 15 Jahren. „Zum einen liegt das an veränderten gesetzlichen Grundlagen im Umweltrecht, die bei Planungen von Verkehrsprojekten berücksichtigt werden müssen“, erklärt der Ökologe des Wasserstraßen-Neubauamts Aschaffenburg (WNA) Gerd Karreis. Der Diplom-Biologe, der seit über 20 Jahren für die Behörde die Umweltverträglichkeit von Projekten unter die Lupe nimmt, beobachtet aber auch, dass sich die Gesellschaft inzwischen stärker für Umwelt-Themen interessiert: „Zum anderen wird der Umwelt heute ein eigener Wert zugestanden, der nicht verhandelbar ist. Dieser Eigenwert der Umwelt wurde vor 25 Jahren noch nicht gesehen.“

Auch beim Neubau der Schleuse Erlangen trägt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) dafür Sorge, dass die notwendigen Eingriffe in die Natur so schonend wie möglich gestaltet werden. Die Auswirkungen des Neubaus auf die Menschen, die im Nahbereich der Schleuse leben, werden im Vorfeld ebenso untersucht wie die Folgen für die Lebensräume von Tieren und Pflanzen im und am Kanal. Das projektverantwortliche Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) setzt daher seit Beginn der Planungen sämtliche gesetzliche Vorgaben rund um das Thema Ökologie in die Tat um und steht zusätzlich im Dialog mit Personen und Gruppen, für die das Thema von Bedeutung ist. Da sich der geplante Neubau im Bereich der Trinkwasserschutzzone der Erlanger Stadtwerke befindet, gelten für die Baumaßnahme besonders strenge Sicherheitsbestimmungen und Vorgaben, über die sich das Projektteam mit den zuständigen Behörden abstimmt.

Der Grundstein für die Umweltverträglichkeit des Schleusen-Neubaus ist bereits in der frühen Planungsphase gelegt worden: In Form einer Bestandsaufnahme, für die das ökologische System in einem 72ha großen Planungsraum akribisch untersucht wurde. Dabei wurden Maßnahmen dafür erarbeitet, die Eingriffe des Projektes in die Natur auszugleichen. Sie sind Bestandteil des Genehmigungsverfahrens für das Vorhaben, das Planfeststellungsverfahren. Sind diese Ausgleichsmaßnahmen gut geplant und umgesetzt, erhält die Natur neue, ökologisch hochwertige Lebensräume zurück. Für den WNA-Ökologen Gerd Karreis ist das die schönste Belohnung: „Wenn ich nach ein paar Jahren diese Bereiche besichtige, sehe ich, dass sich die Arbeit gelohnt hat.“

Zum Interview mit Gerd Karreis

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